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Die Pasta Setaro Ecke im Wein-Wind-Meer Laden
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Neapel, den 29. Mai 1787
"Was die Mehl- und
Milchspeisen betrifft, welche unsere Köchinnen so mannigfaltig zu
bereiten wissen, ist für jenes Volk, das sich in dergleichen
Dingen gerne kurz faßt und keine wohleingerichtete Küche hat,
doppelt gesorgt.
Die Makkaroni, ein zarter,
stark durchgearbeiteter, gekochter, in gewisse Gestalten gepreßter
Teig von feinem Mehle, sind von allen Sorten überall um ein
geringes zu haben. Sie werden meistens nur in Wasser abgekocht,
und der geriebene Käse schmälzt und würzt zugleich die Schüssel.
Fast an der Ecke jeder großen
Straße sind die Backwerkverfertiger mit ihren Pfannen voll
siedenden Öls, besonders an Fasttagen, beschäftigt, Fische und
Backwerk einem jeden nach seinem Verlangen sogleich zu bereiten.
Diese Leute haben einen
unglaublichen Abgang, und viele tausend Menschen tragen ihr Mittag-
und Abendessen von da auf einem Stückchen Papier davon."
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Das Pastificio
Fratelli Setaro ist der letzte Hersteller in der ehemaligen Hauptstadt
des „weißen Goldes“, wie die Pasta hier genannt wird. Torre Annunziata,
etwa 10 km südlich von Neapel gelegen und in direkter Nachbarschaft zu
Pompeji, das 79 n.Chr. vom verheerenden Ausbruch des Vesuv vernichtet
wurde, hat Anfang des letzten Jahrhunderts noch für ganz Italien Pasta
in höchster Qualität produziert. Die Straßen des Ortes waren voll mit
den Gestellen für die Trocknung der Pasta an der Sonne.
In der dritten Generation stellt
die Familie Setaro ihre Pasta wie vor 100 Jahren
in Handarbeit und mit viel Geduld her. Sie verwenden die alten
Maschinen mit Bronzedurchführungen, die die Pasta für eine gute
Aufnahme der Soße aufraut.
Nur bester Weizen, verarbeitet zu
Hartweizengrieß, frisches Quellwasser aus der eigenen Quelle unter dem
Haus und eine schonende Trocknung mit Trockenzeiten zwischen 24 und
120 Stunden - je nach Wetter und Format - garantieren beste Qualität. Übrigens nicht nur geschmacklich,
sondern auch vom gesundheitlichen Aspekt her, da der langsame
Produktions- und Trocknungsprozess die wertvollen Inhaltsstoffe der
Pasta optimal erhält.
Ideal für die Trocknung der Pasta
ist auch das verwendete Baumaterial, aus dem das alte Gebäude besteht:
vesuvianischer Tuffstein, der den Feuchtigkeitsaustausch bei der
Trocknung sehr begünstigt.
Wir führen rund 25 verschiedene
Formate, von klassischen Spaghetti, Vermicelli und Linguine über
verschieden breite Bandnudelsorten wie Fresine, Fettucce und
Pappardelle bis hin zu kurzen Formaten wie Penne rigatoni, Millerighe,
Ziti, Zitoni, Farfalle und viele mehr (siehe unten).
Neu im Programm haben wir auch
sehr große Formate wie Paccheri, Gigantoni, Lumaconi oder Conchiglioni,
die sich, wie unsere Lasagne, zum Überbacken im Ofen anbieten, aber
auch normal gekocht werden können.
Dies ist außerhalb von Italien
eines der größten Sortimente überhaupt. Die Chefs überall auf der Welt
reißen sich um die Pasta Setaro, in New York beispielsweise herrscht
Knappheit! Zur Philosophie der Brüder gehört es aber auch, die
Produktion nicht zu steigern und jedem eben nur ein kleines Kontingent
zur Verfügung zu stellen.
Die Installation von neuen
Maschinen oder von Apparaten zum schnelleren Verpacken der Ware, was
bisher noch in Handarbeit geschieht, kommt ebenso wenig in Frage wie
der Verkauf der Produkte über das Internet. Kommen Sie deshalb gerne
persönlich bei uns in Markgröningen vorbei, um sich von der Qualität
zu überzeugen. Kleine Mustermengen zum Probieren stellen wir gerne zur
Verfügung.
Wir führen folgende Formate:
Normale Formate 1 kg:
Spaghetti - Vermicelli -
Linguine - Fresine - Fettucce - Pappardelle - Bucatini - Gomiti - Ziti
- Zitoni - Penne Ziti - Penne Zitoni - Rigatoni - Penne Rigatoni -
Ditali
Sonderformate 500 g: Gigantoni - Conchiglioni -
Lumaconi - Paccheri - Occhi di Elefante - Millerighe - Penne
Millerighe - Farfalle
Sonderformate 1 kg: Manfredi - Lasagne - Pasta Mista
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Neapel, den 13. März 1787
"Wir fanden gute,
muntere neapolitanische Gesellschaft daselbst. Die Menschen sind
durchaus natürlich und leicht gesinnt. Wir aßen zu Torre dell'
Annunziata, zunächst des Meeres tafelnd. Der Tag war höchst schön,
die Aussicht nach Castell a Mare und Sorrent nah und köstlich. Die Gesellschaft fühlte sich
so recht an ihrem Wohnplatz, einige meinten, es müsse ohne den
Anblick des Meers doch gar nicht zu leben sein. Mir ist schon genug, daß ich
das Bild in der Seele habe, und mag nun wohl gelegentlich wieder
in das Bergland zurückkehren."
J. W. Goethe: Italienische
Reise (1829)
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