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Veranstaltung des Kunstvereins Markgröningen e.V.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
Einladung

Dienstag, 15. Dezember 2015 um 19.00 Uhr

Wein-Wind-Meer "Lichtblick"
Wettegasse 7, Markgröningen


Minotaurus

Lesung von Ursula Jetter und Kurt John

Die Phantasie des Menschen ließ die mythische Gestalt des Minotaurus schon seit Jahrtausenden in vielen Variationen entstehen. In den Sagen und Mythen der Völker wurde seine Gestalt immer als bösartig, gefährlich und unmenschlich grausam beschrieben. Eine Existenz als menschliches, fühlendes Wesen wurde ihm dabei in der Regel kategorisch abgesprochen.

Nicht nur in der Antike, auch viel später, heute noch, beschäftigte diese Gestalt viele Dichter und Künstler. War er für die einen ein animalisches Tier mit menschlichem Körper, so sahen andere einen Menschen mit Stierkopf in ihm.

Minotaurus war nicht freiwillig im Labyrinth. Er war, wie Friedrich Dürrenmatt ihn sah, als Wesen eine Beleidigung der Götter und ein Fluch den Menschen. Er war dazu verdammt, weder Gott noch Mensch noch Tier zu sein. Schuldlos und schuldig zugleich. Er büßte für ein Unrecht, das er nicht begangen hat.

Die Zeit, die Minotaurus im Labyrinth hauste, gibt natürlich sehr viel Raum für Geschichten. Hat er vielleicht doch nicht alle Jungfrauen getötet? Hat er sich in welche verliebt und sie sich in ihn? Kam Ariadne auch zu ihm? Half sie ihm, liebte sie ihn? Warum hat sie ihn verraten?

Das Labyrinth des Lebens ist heute noch für jeden von uns existent. Irrungen und Wirrungen sind wir ständig ausgesetzt. In allem. Vor allem in der Liebe, die, wie Ursula Jetter in ihrem Poem von Leonardo da Vinci zitiert, als „schrecklich und süss“ genannt wird, eine paradoxe, gleichsam labyrinthische Erfahrung...